Dämmung und Luftdichtheit erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Ein mit Dämmstoff gefülltes Bauteil ist dadurch nicht automatisch luftdicht. Die Planung muss festlegen, welche Schicht diese Funktion übernimmt und wie sie an angrenzende Bereiche anschließt.
Anschlüsse vor dem Verschließen prüfen
Fragen Sie nach einem erkennbaren Verlauf der luftdichten Ebene. Fenster, Leitungen, Decken und Dachanschlüsse sollten einbezogen sein. Stimmen Sie ab, wann verdeckte Details kontrolliert werden und welche Unterlagen Sie erhalten. Spätere Installationsarbeiten müssen so geplant sein, dass die Ebene nicht unbeabsichtigt beschädigt wird.
Checkliste für Ihr Vorhaben
- Verlauf zeichnerisch darstellen lassen
- Durchdringungen früh erfassen
- Kontrolltermin vor Bekleidung vereinbaren
BEISPIEL ZUR EINORDNUNG
So könnte es in der Praxis aussehen
Ein Dach wird gedämmt, während ein anderer Betrieb später elektrische Leitungen verlegt. Beide Arbeiten werden vorab abgestimmt. Die geplante Ebene und die Leitungswege sind dadurch bekannt, bevor die Innenbekleidung montiert wird. Der Eigentümer kann einen Kontrolltermin einplanen und die Zuständigkeit klären, statt spätere Durchdringungen ohne Bezug zur ursprünglichen Planung entstehen zu lassen.
Dieses Beispiel ist fiktiv und dient der Veranschaulichung.Worauf Sie besonders achten sollten
Eine Materialliste mit Klebeband und Folie ist noch kein Luftdichtheitskonzept. Entscheidend sind passende Anschlüsse und eine nachvollziehbare Ausführung. Lassen Sie auch klären, wer die Übergänge zwischen beteiligten Gewerken verantwortet.
Wer ist für die Übergänge zwischen Gewerken zuständig?
Das sollte in der Planung ausdrücklich festgelegt und vor Beginn der betreffenden Arbeiten abgestimmt werden.
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