Die thermische Gebäudehülle trennt die beheizten Räume von Außenluft, Erdreich oder unbeheizten Gebäudeteilen. Ihre Lage ist die Grundlage jeder Dämmplanung. Sie verläuft nicht automatisch entlang sämtlicher Außenflächen des Hauses.
Die Grenze im Grundriss nachvollziehen
Markieren Sie in einem Grundriss alle dauerhaft beheizten Räume. Zeichnen Sie danach die Grenze zu den übrigen Bereichen ein. Liegt der Dachboden außerhalb dieser Grenze, wird die oberste Geschossdecke zum wichtigen Bauteil. Ein unbeheizter Keller lenkt den Blick auf die Kellerdecke. Türen und Treppenöffnungen müssen in die Betrachtung einbezogen werden, damit keine entscheidende Verbindung übersehen wird.
Checkliste für Ihr Vorhaben
- Beheizte Räume farbig markieren
- Treppenräume und Abseiten zuordnen
- Spätere Nutzungsänderungen berücksichtigen
BEISPIEL ZUR EINORDNUNG
So könnte es in der Praxis aussehen
Ein Haus besitzt einen unbeheizten Keller, einen offenen Treppenraum und einen kalten Dachboden. Im Grundriss fällt auf, dass die gedachte Grenze des Wohnbereichs an der Kellertreppe unterbrochen ist. Diese Verbindung wird im Gespräch ausdrücklich betrachtet. Die Skizze macht damit eine Frage sichtbar, die bei einer reinen Aufzählung von Dach- und Wandflächen leicht übersehen worden wäre.
Dieses Beispiel ist fiktiv und dient der Veranschaulichung.Worauf Sie besonders achten sollten
Ein einzelner kalter Raum sagt noch nicht, an welcher Fläche gedämmt werden sollte. Prüfen Sie zuerst, ob er innerhalb oder außerhalb des geplanten beheizten Bereichs liegt. Diese Skizze erleichtert das Gespräch mit Energieberatung und Fachbetrieb.
Gehört jeder Raum im Haus zur beheizten Hülle?
Nein. Entscheidend ist die geplante Nutzung und Abgrenzung, nicht allein seine Lage innerhalb des Gebäudes.
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