Die Wärmeleitfähigkeit ist eine Materialeigenschaft. Sie hilft dabei, den Wärmeschutz verschiedener Dämmstoffe einzuordnen. Sie sagt jedoch nicht allein, ob ein Produkt für eine bestimmte Wand, einen belasteten Boden oder einen feuchtebeanspruchten Bereich geeignet ist.
Vom Kennwert zur passenden Anwendung
Lassen Sie sich das konkrete Produkt und dessen vorgesehenen Einsatzbereich nennen. Zwei Materialien mit ähnlicher Wärmeleitfähigkeit können sich bei Druckbelastbarkeit, Verarbeitung und zulässiger Nutzung unterscheiden. Prüfen Sie deshalb nicht nur eine Zahl im Werbetext, sondern die Produktunterlagen für den angebotenen Aufbau. Für den Vergleich sollten außerdem Dicke und gesamte Konstruktion gleich betrachtet werden.
Checkliste für Ihr Vorhaben
- Genaue Produktbezeichnung notieren
- Einsatzbereich im Datenblatt prüfen
- Kennwert zusammen mit der Dicke vergleichen
BEISPIEL ZUR EINORDNUNG
So könnte es in der Praxis aussehen
Ein günstigeres Ersatzprodukt wird mit einem ähnlichen Kennwert beworben. Es ist jedoch für einen anderen Anwendungsbereich beschrieben als die ursprünglich angebotene Platte. Der Eigentümer lässt deshalb nicht nur den Zahlenwert, sondern die Verwendung im vorgesehenen Aufbau bestätigen. Dieser Schritt verhindert, dass eine scheinbar einfache Einkaufsentscheidung unbemerkt die technische Planung verändert.
Dieses Beispiel ist fiktiv und dient der Veranschaulichung.Worauf Sie besonders achten sollten
Tauschen Sie einen vorgesehenen Dämmstoff nicht allein wegen eines günstigeren Kennwerts aus. Ein Ersatzprodukt kann andere Anforderungen an Befestigung oder Beschichtung haben. Lassen Sie einen Wechsel vom verantwortlichen Planer oder Fachunternehmen bestätigen.
Ist ein einzelner Kennwert ein Qualitätsurteil?
Nein. Er beschreibt eine Eigenschaft und muss zusammen mit Anwendung, Aufbau und weiteren Anforderungen gelesen werden.
VOM LESEN ZUM EIGENEN PROJEKT
Dämmarbeiten in Berlin geplant?
Beschreiben Sie den Gebäudebereich, das gewünschte Verfahren und die geschätzte Fläche.
Kostenlos anfragen