Bei einem Flachdach hängen Dämmung, Abdichtung und Entwässerung eng zusammen. Eine neue Dämmschicht verändert den Aufbau und kann Anschlusshöhen beeinflussen. Deshalb sollte zunächst geklärt werden, wie das bestehende Dach funktioniert und in welchem Zustand es ist.

Bestandsuntersuchung vor Aufbauentscheidung

Dokumentieren Sie Wasseransammlungen, frühere Reparaturen und vorhandene Dachaufbauten. Lassen Sie klären, ob bestehende Schichten trocken und weiter nutzbar sind. Dachabläufe, Attiken, Lichtkuppeln und Durchdringungen gehören in die Planung. Wird das Dach als Terrasse genutzt oder mit Technik belegt, müssen diese Lasten und Zugänge ebenfalls berücksichtigt werden.

Checkliste für Ihr Vorhaben

  • Entwässerungspunkte erfassen
  • Nutzung und Aufbauten angeben
  • Zustand der vorhandenen Schichten prüfen

BEISPIEL ZUR EINORDNUNG

So könnte es in der Praxis aussehen

Auf einem Flachdach bleiben nach Regen wiederholt Wasserflächen stehen. Der Eigentümer möchte zugleich den Wärmeschutz verbessern. Die Anfrage nennt beide Punkte, sodass Abdichtung, Entwässerung und Dämmaufbau gemeinsam untersucht werden können. Ein reines Zusatzangebot für Dämmplatten würde diese Ausgangslage nicht ausreichend abbilden. Auch Lichtkuppeln und vorhandene Technik werden bei der Bestandsaufnahme aufgenommen.

Dieses Beispiel ist fiktiv und dient der Veranschaulichung.

Worauf Sie besonders achten sollten

Eine zusätzliche Schicht auf einem ungeklärten Bestand kann Probleme verdecken. Lassen Sie das Sanierungskonzept deshalb als Gesamtaufbau beschreiben. Die Verantwortung für Abdichtung und Dämmung sollte eindeutig zugeordnet sein.

Soll ich frühere Dachreparaturen angeben?

Ja. Sie helfen, den Bestand und bekannte Problemstellen vor der Festlegung des Sanierungsaufbaus einzuordnen.

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