Der Begriff kapillaraktiv beschreibt eine Eigenschaft bestimmter Innendämmsysteme. Er bedeutet nicht, dass jeder Aufbau ohne weitere Prüfung funktioniert. Untergrund, Material und Oberflächen müssen zusammenpassen und für die konkrete Außenwand geeignet sein.

Keine Einzelkomponente isoliert auswählen

Lassen Sie sich erklären, weshalb das System für Ihren Bestand vorgeschlagen wird. Fragen Sie nach Kleber, Dämmstoff und Beschichtung sowie nach dem Umgang mit vorhandenen Farbschichten. Auch der Zustand der Fassade und bekannte Feuchtebelastungen sind relevant. Entscheidend ist die vollständige Anwendung, nicht nur eine Eigenschaft auf der Produktverpackung.

Checkliste für Ihr Vorhaben

  • Systemaufbau schriftlich anfordern
  • Vorhandene Beschichtungen prüfen lassen
  • Außenseitige Belastung berücksichtigen

BEISPIEL ZUR EINORDNUNG

So könnte es in der Praxis aussehen

Eine Eigentümerin wünscht ein bestimmtes Innendämmsystem, weil sie dessen Materialeigenschaften interessant findet. Auf der Wand befinden sich jedoch unbekannte ältere Beschichtungen. Diese werden vor der Ausführung geprüft. Die Produktauswahl wird damit nicht verworfen, sondern um die notwendige Bestandsklärung ergänzt. Erst danach lässt sich der konkrete Aufbau einschließlich Vorbereitung und Oberfläche nachvollziehbar festlegen.

Dieses Beispiel ist fiktiv und dient der Veranschaulichung.

Worauf Sie besonders achten sollten

Kapillaraktiv ist keine Freigabe, feuchte oder beschädigte Wände einfach zu überdecken. Die Ursache eines Problems muss zuvor geklärt sein. Materialwechsel innerhalb des Systems sollten nur abgestimmt erfolgen.

Darf jede vorhandene Farbe auf der Wand bleiben?

Das muss für Untergrund und vorgesehenes System geprüft werden; eine pauschale Zusage wäre unzuverlässig.

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